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Rohstoffe und Devisen:Goldpreis im Sinkflug

Das Edelmetall verliert wegen der Spekulationen auf eine straffere Geldpolitik an Wert. Derweil treiben Konjunkturoptimisten die Ölpreise hoch. Die Cyber-Devise Bitcoin legt nach einem Elon-Musk-Tweet wieder zu.

Die Spekulationen auf eine vorzeitige Straffung der geldpolitischen Zügel durch die US-Notenbank Fed hat den Preis für Gold nach unten gedrückt. Eine Feinunze des Edelmetalls kostete am Montag zeitweise mit 1843 Dollar 1,7 Prozent weniger als am vergangenen Freitag. Die Anleger gingen offenbar davon aus, dass die Diskussion um eine Drosselung der Fed-Wertpapierkäufe an Fahrt gewinnen werde und machten bei dem Edelmetall Kasse, sagte Stephen Innes, Chef-Anlagestratege des Brokerhauses Axicorp.

Für Kryptowährungen ging es hingegen deutlich aufwärts. Erneut sorgte Tesla-Chef Elon Musk mit einer Äußerung auf Twitter für Bewegung. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise Bitcoin legte bereits am Sonntag um fast zehn Prozent zu, am Montag kamen weitere vier Prozent auf 40 488 Dollar dazu. Der Bitcoin ist damit seit dem Jahrestief von 27 734 Dollar im Januar um gut vierzig Prozent gestiegen. Die Digitalwährung Ether kletterte um sieben Prozent auf 2532 Dollar. Musk hatte am Wochenende getwittert, sein Unternehmen werde die Kryptowährung wieder als Zahlungsmittel akzeptieren, wenn etwa 50 Prozent der für die Verschlüsselung und Validierung von Transaktionen benötigten Energie aus erneuerbaren Quellen stamme. Der Elektroauto-Pionier hatte mit seinen Äußerungen zu Bitcoin & Co in den vergangenen Wochen bereits größere Kursschwankungen ausgelöst. Am Ölmarkt waren die Konjunkturoptimisten in der Überzahl. Der Preis für die Sorte Brent aus der Nordsee stieg in der Spitze um gut ein Prozent auf ein Zwei-Jahres-Hoch von 73,52 Dollar je Fass, die US-Sorte WTI verteuerte sich ebenfalls um ein Prozent. "Mit Beginn der Sommerreisesaison dürfte die Benzin-Nachfrage weiter zunehmen", prognostizierte Dirk Steffen, Chef-Anlagestratege der Deutschen Bank. "Insbesondere, falls die USA ihre pandemiebedingten Einreisebeschränkungen zeitnah lockern sollten."

© SZ vom 15.06.2021 / SZ, Reuter, dpa
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