bedeckt München 25°

Rohstoffe und Devisen:Goldpreis auf Drei-Monatshoch

Steigende Inflationserwartungen und Unsicherheiten in der Corona-Krise lassen viele Anleger zu Gold greifen. Tweets von Tesla-Chef Musk sorgen für Turbulenzen beim Bitcoin.

Der Goldpreis ist zu Wochenbeginn auf einen dreimonatigen Höchststand gestiegen. Eine Feinunze des Edelmetalls kostete mit 1865 Dollar 1,3 Prozent mehr als Ende letzter Woche und notierte damit so hoch wie zuletzt Anfang Februar. Fachleute führten die Entwicklung zum einen auf steigende Inflationserwartungen insbesondere in den USA zurück. Da die US-Notenbank Fed nach wie vor signalisiert, auf den Preisschub geldpolitisch nicht reagieren zu wollen, scheinen einige Anleger zu Gold als Inflationsabsicherung zu greifen. Hinzu kommen Ungewissheiten in der Corona-Krise. Zwar hat sich die Lage in den USA und Europa spürbar entspannt. In Teilen Asiens jedoch gibt es gegensätzliche Entwicklungen. Am Ölmarkt verteuerte sich ein Fass Rohöl der Sorte Brent um 1,2 Prozent auf 69,52 Dollar. Auslöser für den Preisanstieg war vor allem die weniger kritische Corona-Lage in einigen großen Wirtschaftsräumen. Das hat die Aussicht auf eine nachhaltige konjunkturelle Erholung mit steigendem Energieverbrauch gestärkt.

Derweil deckten sich aus Furcht vor Angebotsengpässen die Anleger mit Kupfer ein. Der Preis für das Industriemetall stieg um 1,2 Prozent auf 10 367 Dollar je Tonne. Zuvor hatten Gewerkschaften ein Tarifangebot für die Arbeiter zweier wichtiger chilenischer Kupferminen abgelehnt.

Bei den Kryptowährungen schürte Elon Musk mit einem weiteren Tweet Spekulationen, der Elektroautobauer könnte seine milliardenschweren Investitionen in Bitcoin zurückfahren. Vergangene Woche hatte Tesla bereits die Akzeptanz von Bitcoin als Zahlungsmittel für seine Fahrzeuge ausgesetzt. Tesla sei mit der Anlage von Firmengeldern in Bitcoin ein Vorreiter gewesen, sagte Naeem Aslam, Analyst des Brokerhauses AvaTrade. Investoren fürchteten, dass nun auch andere Firmen ein Engagement in Cyber-Devisen überdenken. Der Bitcoin stürtzte um fast zehn Prozent auf 42 185 Dollar ab.

© SZ vom 18.05.2021 / SZ, Reuters, dpa
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB