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Rohstoffe:Ölpreis gibt nach

Die Ölnotierungen sinken, trotz der Anzeichen einer Entspannung im Handelskonflikt. Der Kurs des Pfund Sterling erholt sich von anfänglichen Verlusten. Die Rendite von Bundesanleihen sinkt.

Die Ölpreise sind am Montag gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete mit 59,00 Dollar 0,7 Prozent weniger. Der Preis für die amerikanische Sorte WTI fiel um 0,5 Prozent auf 53,52 Dollar. Marktbeobachter sprachen von einem eher impulsarmen Wochenauftakt am Ölmarkt. Der Streit um einen geregelten Austritt Großbritanniens aus der EU hatte an den Finanzmärkten zu Beginn der Woche nur wenig Kursbewegungen zur Folge. Auch Hinweise, die auf Fortschritte im Handelskonflikt zwischen den USA und China hindeuten, konnten den Ölpreisen am Morgen keinen Auftrieb gegeben. Am Wochenende war aus Chinas Verhandlungsdelegation von Fortschritten bei den Handelsgesprächen der beiden größten Volkswirtschaften der Welt die Rede. Nach wie vor würden beide Seiten auf ein Teil-Handelsabkommen hinarbeiten, hieß es. In den vergangenen Monaten hatte der Handelskonflikt immer wieder die Ölpreise belastet.

Das Thema Brexit bleibt ein bestimmendes Thema am Devisenmarkt. Nachdem das britische Pfund im frühen Handel nachgab, erholte es sich im weiteren Handelsverlauf und verteidigte seine jüngsten Kursgewinne. Am Abend notierte das Pfund Sterling mit 1,2962 Dollar wenig verändert.

Gegenüber dem Euro legte es 0,1 Prozent auf 1,1625 Euro zu. Investoren zogen ihr Geld aus sicheren Anlagen wie Staatsanleihen ab. Dementsprechen stieg die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen bis zu minus 0,334 Prozent. Sollte das britische Unterhaus dem Austrittsabkommen zustimmen, könnte sie auf minus 0,3 Prozent zulegen, sagte Cyril Regnat, Zinsstratege bei der Investmentbank Natixis - im September hatte sie ein Rekordtief bei minus 0,743 Prozent markiert. Zugleich warnte er aber vor allzu großer Zuversicht. Solange die EU der Verschiebung des Brexits noch nicht zugestimmt habe, bestehe weiterhin die Gefahr eines ungeregelten Austritts am 31. Oktober.

© SZ vom 22.10.2019 / rih, Reuters
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