Rohstoffe, DevisenEuro legt zu

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Die Aussicht auf eine Fortsetzung der Nullzinspolitik der US-Notenbank setzt dem Dollar zu und verhilft dem Euro zu Kursgewinnen. Die Ölpreise geben im späten Handel nach.

Die Aussicht auf eine Fortsetzung der US-Nullzinspolitik auf unbestimmte Zeit setzt der Weltleitwährung zu. Die US-Notenbank Fed will künftig auch über einen längeren Zeitraum eine Teuerung über ihrem Inflationsziel von zwei Prozent tolerieren, um den in der Corona-Krise gebeutelten US-Arbeitsmarkt zu stützen. "Dies klang in den Ohren der Devisenhändlerinnen und -händler nach 'Nullzinsen for ever'", sagte Thomas Meißner, Chef-Anlagestratege der LBBW. Der Euro legte um 0,2 Prozent auf 1,1930 Dollar zu.

Ein Konjunktureinbruch der türkischen Wirtschaft infolge der Coronavirus-Pandemie setzt der Währung des Landes zu. Im Gegenzug verteuerte sich der Euro zeitweise um 0,6 Prozent auf 8,7785 Lira. Damit blieb sie auf Tuchfühlung mit ihrem jüngsten Rekordhoch. Das Bruttoinlandsprodukt der Türkei fiel von April bis Juni um elf Prozent zum Vorquartal. Damit traf die Pandemie das lange Zeit boomende Schwellenland stärker als die deutsche Wirtschaft, die um 9,7 Prozent schrumpfte.

Die Ölpreise konnten ihre leichten Tagesgewinne nicht halten. Im späten Handel fiel der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent um 0,5 Prozent auf 45,59 Dollar. Börsianern zufolge profitierte der Ölpreis zunächst von chinesischen Wirtschaftsdaten. Der Index für den Dienstleistungssektor legte zu. Dies deute darauf hin, dass der Aufschwung in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft Fahrt aufnehmen werde, prognostizierte Analyst Julian Evans-Pritchard vom Research-Haus Capital Economics. Gold profitierte vom schwächeren Dollar und kostete mit 1970 Dollar je Feinunze 0,3 Prozent mehr. Allerdings scheine dem Goldpreisanstieg inzwischen die Luft auszugehen, sagte Carsten Fritsch, Goldexperte bei der Commerzbank. "Ein erneuter Anlauf auf 2000 Dollar oder gar ein Anstieg darüber dürfte kein leichtes unterfangen sein."

© SZ vom 01.09.2020 / rih, Reuters, dpa - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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