Reden wir über Geld„Die Kunden werden von der Ticket-Branche äußerst respektlos behandelt“

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Konzert von Taylor Swift im Juli vergangenen Jahres in München. Selbst weit weg von der Bühne zahlen die Fans viel Geld, um dabei zu sein.
Konzert von Taylor Swift im Juli vergangenen Jahres in München. Selbst weit weg von der Bühne zahlen die Fans viel Geld, um dabei zu sein. Leonhard Simon

Der Brite Tim Chambers ist seit mehr als 40 Jahren in der internationalen Konzertbranche unterwegs. Der frühere Punk-Fan spricht über die Geldmaschinerie um Stars wie Taylor Swift, Beyoncé und „Oasis“, darüber, warum Tickets viele Hundert Euro kosten können – und so viele Fans das auch noch zahlen.

Interview von Martin Wittmann, London

Tim Chambers gründete in London einst das Unternehmen Ticketweb UK mit, das später vom Veranstaltungskonzern Ticketmaster gekauft wurde, der 2010 mit Live Nation fusionierte. Der US-Konzern hat 2024 weltweit 55 000 Konzerte für 151 Millionen Besucher organisiert. Kritiker werfen dem Unternehmen vor, seine Marktmacht zu missbrauchen. Chambers liebte einst den Punk, aber seine Spotify-Playlist besteht nur noch aus Instrumental- und Elektromusik, auf große Konzerte geht er nicht mehr. Heute ist der 66-Jährige als Berater in der Branche tätig.

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