Naher Osten:Der lange Weg vom Ölscheich zum Wasserstoff-Scheich

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Naher Osten: Eine Photovoltaikanlage in einem syrischen Flüchtlingscamp im Norden Jordaniens: Mit den erneuerbaren Energien geht es im Nahen und Mittleren Osten sonst nur langsam voran.

Eine Photovoltaikanlage in einem syrischen Flüchtlingscamp im Norden Jordaniens: Mit den erneuerbaren Energien geht es im Nahen und Mittleren Osten sonst nur langsam voran.

(Foto: Khalil Mazraawi/AFP)

Im Nahen und Mittleren Osten gibt es viel Potenzial für alternative Energie. Doch Öl und Gas prägen die Region weiterhin. Nun will Wirtschaftsminister Robert Habeck den Umbau voranbringen.

Von Michael Bauchmüller, Ramallah/Amman

Nein, große Illusionen macht sich Nada Majdalani nicht. "Es geht nicht darum, Freundschaft zu schließen oder zusammen Hummus zu essen", sagt sie. "Sondern einfach um eine Sache, von der jeder profitiert." Und daran arbeitet sie vom palästinensischen Ramallah aus hartnäckig, seit Jahren schon. Wann sie es schafft, weiß sie nicht. Der Plan aber ist bestechend. In Jordanien ist viel Platz für Solarzellen und viel Sonne, in Israel ist Platz für Meerwasserentsalzungsanlagen und viel Meer. Was also, wenn man Sonnenstrom hernähme und daraus Trinkwasser herstellte? Und wenn man den Strom aus Jordanien oder den palästinensischen Gebieten nach Israel transportierte und das entsalzte Wasser in die andere Richtung? "Das wäre eine Win-win-win-Situation", sagt Majdalani, "die das nationale Interesse aller drei Länder bedient." Jedenfalls arbeitet ihre Organisation darauf hin, Ecopeace. Eine Umweltorganisation, die in Israel, Jordanien und den Palästinensergebieten Büros hat. Die Angelegenheit geht allerdings bisher nur zäh voran.

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