Genau genommen hätte Saab auch schon im vergangenen Jahresrückblick auftauchen können. In der zweiten Dezemberhälfte 2011 beantragte der schwedische Autobauer bereits Insolvenz. Doch erst 2012 wurde allen Beteiligten bewusst, was die Pleite eigentlich bedeutet: Seit April stehen die Bänder der Fabrik in Trollhättan still, Gerichtsvollzieher haben selbst die Oldtimer im firmeneigenen Museum beschlagnahmt. Bei manchem Opelaner dürfte die Skepsis gegenüber dem Mutterkonzern General Motors noch gewachsen sein. GM hatte als ehemaliger Eigentümer den Rettungsplan für Saab blockiert. Für die Arbeiter in Trollhättan gibt es aber Hoffnung: Das neugegründete Unternehmen National Electric Vehicle Sweden (NEVS) will 2013 in der Fabrik mit der Produktion von Elektroautos für den asiatischen Markt beginnen.

Bild: dpa 28. Dezember 2012, 19:312012-12-28 19:31:19 © Süddeutsche.de/bero/jab/lala