Sprache überzeugt nicht automatisch, da muss man sich schon etwas einfallen lassen. Der griechische Rhetorik-Altmeister Aristoteles zum Beispiel fand, dass Glaubwürdigkeit, gute Argumente und auch große Gefühle unbedingt dazu gehören sollten, auch sollte Sprache verständlich und logisch aufgebaut sein. So gesehen wäre das, was in diesen Wochen und Monaten aus den Sprachlabors der Marketingabteilungen deutscher Konzerne kommt, eher nicht sehr überzeugend. Zumindest nicht im aristotelischen Sinne. Auch wenn die Verantwortlichen, wie man annehmen muss, oft sehr lange an ihren rhetorischen Figuren herumgeschraubt haben: Mal fehlen die Argumente, mal sind sie ziemlich emotionslos – und wirklich verständlich und logisch sind sie auch nur selten. Eigentlich führen sie oft eher weg vom Thema, anstatt auf den Punkt zu kommen.
Krise und KommunikationNicht alles, was gut klingt, ist auch immer gut gemeint
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Sustain, Next Level Performance, Ambition 2030: In der Krise werden die Namensschöpfungen für Sparprogramme der Unternehmen immer kreativer, skurriler – und euphemistischer. Eine kleine Rhetorik-Übung.
Von Thomas Fromm, München
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