AltersvorsorgeDie Angst vor der großen Lücke

Lesezeit: 6 Min.

Illustration: Shutterstock, sted/SZ

Viele Menschen fürchten Armut im Alter, die Regierung steht unter Reformdruck. Neue Riester-Regeln sollen die Rente sichern. Ob das denjenigen hilft, die es am nötigsten haben?

Von Gunnar Herrmann, Roland Preuß und Meike Schreiber

Die Deutsche Rentenversicherung wirbt bis heute unverdrossen für die Riester-Rente. „Wenn Sie wenig verdienen und Ihre Kinder alleine erziehen, lohnt sich Riester für Sie ganz besonders“, ist auf ihrer Internetseite zu lesen. Wer die Seite „Für wen lohnt sich Riester?“ durchgelesen hat, möchte eigentlich sofort einen dieser offenbar sagenhaft guten Verträge in die Hände bekommen, um zu unterschreiben. Das war auch die Idee, als Arbeitsminister Walter Riester (SPD) vor rund 25 Jahren sein Modell der privaten Altersvorsorge vorstellte. Eine üppige staatliche Förderung sollte „Riestern“ zur Volksbewegung machen. Der Hintergrund: Die gesetzliche Rente schrumpft seit vielen Jahren im Vergleich zu den Löhnen, dafür fördert der Staat die anderen Möglichkeiten, sich fürs Alter abzusichern: die betriebliche und die private Vorsorge. Vor allem Geringverdiener wollte der Bund unterstützen.

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