Rentner:Erneuert den Generationenvertrag

Rentner: So heftig wie in Frankreich fielen die Reaktionen auf Reformvorschläge der Rente in Deutschland bisher nicht aus.

So heftig wie in Frankreich fielen die Reaktionen auf Reformvorschläge der Rente in Deutschland bisher nicht aus.

(Foto: Thomas Padilla/dpa)

Es braucht eine grundsätzliche Debatte um die Altersvorsorge. Denn das System ist längst nicht mehr fair - und benachteiligt vor allem jüngere Generationen.

Kommentar von Simon Groß

Es gibt politische Forderungen, da weiß man im Vorhinein schon, dass es emotional wird. Die Idee, das Renteneintrittsalter auch in Zukunft weiter anzuheben, so wie es gerade der Wirtschaftsweise Martin Werding in der Funke Mediengruppe vorgeschlagen hat, fällt sicherlich in diese Kategorie. Alle 20 Jahre solle es um ein Jahr steigen, so der Vorschlag des Gremiums. Anlass der Äußerung war, dass Arbeitsminister Hubertus Heil sich gegen eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters ausgesprochen hatte. Bis 2031 steigt die Schwelle bereits auf 67 Jahre. Heils Aussage diente also sicher der Beruhigung der arbeitenden Bevölkerung, von der vielleicht noch mal jemand irgendwann sein Kreuz bei der SPD machen soll, wenn es nach dem Minister geht. Doch die Zeit der beruhigenden Botschaften sollte vorbei sein. Die Debatte um die Rente muss endlich ehrlich geführt werden. Denn das System ist längst nicht mehr fair und benachteiligt jüngere Generationen.

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