MeinungSozialversicherungDie gesetzliche Rente ist besser als ihr Ruf? Mag sein, aber gut ist das System noch lange nicht

Kommentar von Gunnar Herrmann

Lesezeit: 2 Min.

Berücksichtigt man nur das Einkommmen, sind 18 Prozent der Rentner-Haushalte von Armut bedroht. Bezieht man auch das Vermögen ein, liegt die Quote bei elf Prozent.
Berücksichtigt man nur das Einkommmen, sind 18 Prozent der Rentner-Haushalte von Armut bedroht. Bezieht man auch das Vermögen ein, liegt die Quote bei elf Prozent. Sebastian Kahnert/dpa

Den Rentner-Haushalten in Deutschland geht es finanziell besser als oft vermutet, das legt die Studie eines Wirtschaftsinstituts nahe. Doch die Argumentation ist unvollständig.

SZ bei Google bevorzugen

Deutschlands Ruheständler sind häufig gar nicht so arm, wie viele denken. Das will zumindest das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) herausgefunden haben. Selbst in jenen Haushalten, deren Rente geringer ausfällt, so das Ergebnis der Studie, steht oft recht viel Vermögen zur Verfügung. Das IW zieht daraus den Schluss, dass die Alterssicherung in Deutschland besser sei als ihr Ruf. Und das Institut warnt vor einer Umverteilung im gesetzlichen Rentensystem. Die Argumentation wirkt schlüssig, ist aber unvollständig. Denn man könnte aus den Zahlen zum Beispiel auch herauslesen, dass die Vermögensbildung in Deutschland besser als gedacht funktioniert.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

SZ Stellenmarkt
:Entdecken Sie attraktive Jobs

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: