MeinungRenteWenn Armut ein junges Gesicht bekommt

Von Anna Lea Jakobs

Lesezeit: 6 Min.

Ljupco / izusek / Getty Images / Collage: SZ

Für die junge Generation bringt der demografische Wandel gewaltige finanzielle Belastungen. Höchste Zeit für einen Weckruf aus der Sicht einer jungen Autorin.

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Manchmal ist Politik wie Slalom-Skifahren. Kurz geht es geradeaus, prompt folgt eine überraschende Wendung nach links, ein Stück wieder geradeaus, dann scharfe Rechtskurve. Nach diesem Muster läuft hierzulande auch die Rentenpolitik ab: zuerst generelle Zustimmung, Reformen wären ja nun wirklich an der Zeit (O-Ton Friedrich Merz: „Wir können nicht auf dem Rücken der jungen Generation das austragen, was die Generation ihrer Eltern versäumt hat, vorher zu tun“), dann ein gewiefter Haken zur Mütterrente (der großherzige Markus Söder: „Wer da dagegen ist, der zeigt nur, dass er kein Herz hat“). Schließlich ein kurzer Schlenker zur Aktivrente, um dann auf eine vollkommen andere Piste abzubiegen und die Rente grundlegend reformieren zu wollen. Was für eine olympiareife Performance im deutschen Polit-Entertainment!

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