René Benko war ein großer Blender, der größte vielleicht unter Europas Investoren. Das festzustellen ist keine Vorverurteilung. Wer einmal nur seine Villa Ansaldi am Gardasee besichtigt, seine Penthousewohnungen in Berlin, Wien oder Zürich gesehen hat oder auch nur Fotos davon, wer vor seinem „White House“ in Igls stand (Monatsmiete 240 000 Euro) mit dem 14 Meter hohen Nachbau der Blauen Grotte von Capri im Keller, entwickelt schnell ein Gefühl für dieses Blendwerk. Gewiss, reiche Menschen, Milliardäre zumal, leben nun einmal aufwendiger als arme, was per se auch nicht verwerflich, sondern ihre Privatsache ist. Aber selbst gemessen daran trieb Benko den Prunk und Protz im Stil orientalischer Sultane aus dem Klischeebuch auf die Spitze.
MeinungWirtschaftskriminalitätDie Causa Benko muss aufgearbeitet werden – nicht nur juristisch
Kommentar von Uwe Ritzer, München
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Wenn Benko zu sich einlud, wollte er vor allem eines: andere beeindrucken.
Expa/Johann Groder/Expa/Johann Groder/APA/dpaRené Benko war ein Blender. Ihm und seinen Vasallen den Prozess zu machen, ist richtig, greift aber zu kurz.
