RenaultKamikazedrohnen aus der Autofabrik

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Ein Modell einer „Toutatis“-Drohne von Thales, die bei Renault produziert werden soll.
Ein Modell einer „Toutatis“-Drohne von Thales, die bei Renault produziert werden soll. Alice Sacco/REUTERS

Renault will seine Rüstungsproduktion ausweiten und nun auch sogenannte Kamikazedrohnen herstellen. Die Gewerkschaft CGT spricht von einer „militarisierten Industrie“ – und geht auf die Barrikaden.

Von Alexandra Föderl-Schmid

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Auf einem Flugblatt knallt die Schlagzeile: „Für eine nützliche, nicht militarisierte Industrie!“ Darunter steht in einem Stoppschild der Schriftzug „No War“. Diese unmissverständliche Forderung richtet sich an die Führung von Renault. Die Gewerkschaft Confédération générale du travail (CGT) protestiert damit gegen die Pläne des Autobauers, noch stärker in die Rüstungsproduktion einzusteigen. Im Februar hatte Renault ein erstes Projekt im Verteidigungssektor angekündigt. Zusammen mit der französischen Firma Turgis Gaillard soll eine große Drohne namens Chorus im Werk in Le Mans produziert werden – rund 600 Stück pro Monat. Damals beschränkte sich die Gewerkschaft darauf, Fragen an die Konzernleitung zu stellen wie: „Heißt das, dass wir im Namen des Geldes alle ethischen Grundsätze verloren haben?“

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