TourismusDeutsche reisen weniger als erwartet

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Reges Treiben am Warnemünder Strand an der Ostsee. In diesem Sommer reisen mehr Deutsche als im Vorjahr mit Auto, Bus oder Bahn im eigenen Land oder in Nachbarländer.
Reges Treiben am Warnemünder Strand an der Ostsee. In diesem Sommer reisen mehr Deutsche als im Vorjahr mit Auto, Bus oder Bahn im eigenen Land oder in Nachbarländer. Jens Büttner/dpa

Der Deutsche Reiseverband senkt seine Prognose deutlich. Reisewarnungen und hohe Preise wirken sich auf die Urlaubspläne vieler Bundesbürger aus. Bei den Zielen gibt es klare Favoriten.

Von Sonja Salzburger

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Die Deutschen verreisen in diesem Jahr weniger als erwartet. In einer Mitteilung des Deutschen Reiseverbands (DRV) hat dieser seine Prognose für das Reisejahr 2026 deutlich nach unten korrigiert. Für die Sommersaison 2026 (Anfang Mai bis Ende Oktober) erwartet der DRV ein Umsatzplus von noch einem Prozent auf knapp 57 Milliarden Euro. Und für das gesamte Touristikjahr  (Anfang November 2025 bis Ende Oktober 2026) geht der DRV ebenfalls von einem Umsatzwachstum von noch rund einem Prozent und einer Gesamtsumme von fast 85 Milliarden Euro aus.

Damit fällt die Wachstumsprognose um rund zwei Drittel schlechter aus als noch vor rund sechs Monaten. Im Januar rechnete der DRV noch mit einem Umsatzwachstum von drei Prozent, sowohl für den Sommer als auch das gesamte Touristikjahr. Als Ursache für die schwache Buchungslage nennt der Verband geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten sowie steigende Preise.

Für die Marktprognose beauftragt der DRV die touristische Unternehmensberatung Dr. Fried und Partner sowie das dazugehörige Marktforschungsunternehmen Travel Data Analytics. Erhoben wurde auch, wohin die Deutschen gerne reisen. Zu den Lieblingsreisezielen gehören in diesem Sommer westliche und östliche Mittelmeerregionen. Die meistgebuchten Flugpauschalreise-Ziele sind demnach Türkei, Spanien und Griechenland. Auch Kreuzfahrten sind sehr beliebt. Die Marktforscher rechnen außerdem damit, dass in diesem Jahr mehr Menschen als im Vorjahr mit dem Auto, dem Bus oder der Bahn innerhalb Deutschlands und in den Nachbarländern Urlaub machen werden.

Das Fernreisegeschäft bezeichnet der Verband als „deutlich schwieriger“, es läuft messbar schlechter als 2025. Hier mache sich insbesondere die Reisewarnung im März und April für viele arabische Länder aufgrund des Nahost-Kriegs bemerkbar, so der DRV. Seit Ende Mai steigen die Buchungseingänge wieder an. Allerdings buchen viele Urlauber sehr kurzfristig – ein Zeichen dafür, dass die Verunsicherung anhält.

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