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Reden wir über Geld mit Theodor Bergmann:"Ein Kommunist jammert nicht"

"Pläne sind gut, aber man muss sie ein bisschen locker machen", sagt Theodor Bergmann.

(Foto: Sven Cichowicz)

Theodor Bergmann musste als Jugendlicher aus Hitler-Deutschland fliehen, in Israel schlug er sich als Tagelöhner durch. Ein Gespräch über Kapitalismus und Geldnot.

Theodor Bergmann kam am 7. März 1916 in Berlin zur Welt. Schon als Teenager schloss er sich den Kommunisten an. 1933 musste er aus Deutschland fliehen. Seither ist er ein Globetrotter gewesen, mal mit der Hacke in der Hand, mal mit einem Buch. Sein Hauptwohnsitz seit dem Zweiten Weltkrieg ist Deutschland, die Heimat seiner verstorbenen Frau Maria. Von 1973 bis zur Emeritierung 1981 lehrte er international vergleichende Agrarpolitik an der Universität Hohenheim in Stuttgart. Seinen Kommunismus hat sich Bergmann bewahrt, legt aber Wert darauf, dass er den Stalinismus verabscheut. Heute setzt er auf die Linkspartei. Seine Wohnung liegt in einem Appartementblock in einem grünen Stuttgarter Vorort. Im Wohnzimmer stehen vor Bücherregalen ein Tisch und ein Stuhl, ein Sofa, ein Sofatisch und ein Bett. Verwundert konstatiert man die Abwesenheit eines Computers oder eines Faxgeräts. Bergmanns verschmitzter Kommentar: "Ich habe auch keinen Fernseher, keine Waschmaschine und kein Auto. Ich bin ein ganz reaktionärer Mensch."

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