Reden wir über Geld mit Hans Modrow:"Die DDR war weder Paradies noch Hölle"

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(Foto: Christian Kielmann/imago)

Hans Modrow, letzter Vorsitzender des Ministerrats der DDR, über die Frage, ob man im SED-Staat "aufrecht" bleiben konnte, warum er eine gekürzte Rente bekommt und was er an Chinas Regierung gutheißt.

Interview von Lars Langenau und Steffen Uhlmann

Hans Modrow ist vor einer Woche 90 Jahre geworden. Zum Interview empfängt er in seinem kleinen Büro im fünften Stock des Karl-Liebknecht-Hauses in Berlin, der Parteizentrale der Linken. Noch immer ist er im Ältestenrat seiner Partei, die nach der Wende aus der SED hervorgegangen ist. Während des Gesprächs klingelt sein Telefon, er nimmt ab und entschuldigt sich danach: "Ich hatte die Pflicht ranzugehen." Pflicht ist wohl das wichtigste Wort für den ehemaligen DDR-Ministerpräsidenten, in dessen kurze Amtszeit der Mauerfall fiel und der lange Erster Sekretär der SED-Bezirksleitung in Dresden war. Modrow antwortet leise und nachdenklich. Bisweilen aber wird er zum fidelen Granden, der beharrlich und bestimmt auf seine Rechte pocht.

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