Ærøskøbing, ein gemütlicher Ort auf der dänischen Ostseeinsel Ærø. Bunte Fachwerkhäuser säumen die Kopfsteinpflasterstraßen, nur wenige Meter vom Hafen entfernt steht ein zweistöckiges Gebäude. Bis vor einigen Jahren eine Autowerkstatt, heute Hattesens Konfektfabrik. Ihr Gründer Claus Hattesen ist einer von 6000 Menschen, die auf der Insel leben. Gut gelaunt öffnet der 68-jährige Däne die Tür und führt durch eine kleine, lichtdurchflutete Produktionshalle. Es duftet nach Lakritz, ein Gebläse brummt laut, eine Mitarbeiterin kontrolliert Produkte auf einem Förderband. Vor zehn Jahren begann Hattesen am Küchentisch, Lakritzkonfekt zu kochen, heute verkauft er seine Süßwaren bis nach Deutschland. Er lacht viel, nimmt sich Zeit für das Interview und zeigt stolz seine neue Maschine, in der mit Schokolade ummantelte Lakritzstangen trocknen, „6000 Stück gleichzeitig“.
Reden wir über Geld„Wir essen alle immer überall Lakritz“
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Claus Hattesen führte auf einer kleinen dänischen Insel ein Eiscafé. Dann hatte er die Idee, ein Lakritzkonfekt zu entwickeln. Jetzt kommt er kaum mehr mit der Produktion nach.
Interview von Inga Rahmsdorf