Reden wir über Geld "Ich bin eine Mediennutte"

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Er wird verachtet und verehrt wie wenige Autoren - Henryk M. Broder über seine Angst vor Geldautomaten, teure Prozesse und seine Schneekugelsammlung.

Interview von Lea Hampel und Meike Schreiber

Der Autor und Universalkritiker Henryk M. Broder sitzt vor einer Tasse Tee und zeigt stolz Fotos von Oldtimern und Hunden auf seinem Handy. Als es klingelt, klagt er dem Anrufer, er lege gerade die längste Beichte seines Lebens ab. Ein Gespräch über die Ästhetik des Kitsches, Beleidigungen und jugendliches Schnorren.

Herr Broder, reden wir über Geld. Vor Kurzem haben Sie einen Zentralrat der Millionäre gefordert - warum?

Henryk M. Broder: Warum nicht? Es gibt einen Zentralrat der Juden, des Handwerks, ...