bedeckt München 21°

Reden wir über Geld:"Essen Sie lieber den Karton"

Carlo Petrini bei der Verleihung der Berlinale Kamera 2015 auf der Berlinale 2015 65 Internationa

Slow-Food-Gründer Carlo Petrini.

(Foto: imago/Future Image)

Slow-Food-Gründer Carlo Petrini war einst radikaler Revolutionär, heute bezeichnet er sich als sanft. Ein Gespräch über Nahrungssystem und Gastronomie.

Wie eine Festung liegt das Landgut Albertina vor den Toren des Gourmet-Städtchens Bra im Piemont. Carlo Alberto, der vorletzte König von Sardinien und Herzog von Savoyen, hatte die Anlage in Pollenzo im neugotischen Stil errichtet und Ackerbau betrieben. Jetzt herrscht kein Adliger mehr darin, sondern ein ehemaliger Revolutionär, der in den siebziger Jahren einen illegalen kommunistischen Radiosender betrieb: Carlo Petrini, Gründer der Bewegung Slow Food und der Universität für Gastronomische Wissenschaften, die Studenten aus aller Welt nach Pollenzo zieht. Zum Gespräch lässt Petrini, 66, frisch gepressten Birnensaft servieren. Er erzählt lässig und temperamentvoll. Es gibt keinen Zweifel, wer hier der neue Souverän ist.

SZPlus
SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Teaser image
Hamburg
Der Bunker von St. Pauli
Teaser image
Esther Perel im Interview
"Treue wird heute idealisiert"
Teaser image
Roberto Saviano im Interview
"Wie schwierig es heute ist, jung zu sein"
Teaser image
Verdachtsfälle in Kita
Hinter dem Häuschen
Teaser image
Andriching
Teresa ist tot