Die Einsenbahnergewerkschaft Transnet hat sich für die Wiedereinführung der alten BahnCard ausgeprochen. Sie müsse aber einen Preis haben, der sich für die Kunden auch rechne, sagte Transnet-Chef Norbert Hansen am Montag in Berlin. Laut Medienberichten erwägt die Bahn eine Neuauflage des Klassikers.
Allerdings soll der Preis mit 200 Euro für die zweite Klasse und 400 Euro für die erste Klasse deutlich höher sein als bisher. Bahnchef Hartmut Mehdorn will am Mittwoch nach einer Aufsichtsratssitzung das reformierte Preissystem vorstellen.
Nicht der "Königsweg"
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hält die Wiedereinführung der alten BahnCard hingegen nicht für den "Königsweg". Je höher der Grundpreis und je enger die Konditionen, desto weniger Kunden könnten davon profitieren, erklärte Verkehrsexperte Tilmann Heuser in Berlin.
Als Alternative schlägt der BUND eine "BahnCard profi" vor. Sie soll mit den im Dezember eingeführten Plan&Spar-Tarifen kombinierbar sein. Anders als bisher müssten sich Kunden aber nicht an einen bestimmten Zug binden und auch keine engen Buchungsfristen einhalten.
(sueddeutsche.de/AFP)