Als im Februar 2025 eine Oberstufe der US-Trägerrakete Falcon 9 über Ostdeutschland verglüht ist, hatte das spürbare Folgen. Wissenschaftler in Rostock registrierten 18 Stunden später ein zehnfaches Lithiumaufkommen auf 96 Kilometer Höhe. In einer Studie sahen sie einen Zusammenhang: Eine Oberstufe der Falcon 9 enthalte schätzungsweise etwa 30 Kilogramm Lithium, das in den Tankwänden verwendet werde. Die Studie „stellt die erste zeit- und höhenaufgelöste Messung der Verschmutzung nach dem Wiedereintritt von Weltraummüll dar“, schreiben die Autoren des Leibniz-Instituts für Atmosphärenphysik in Rostock. Es gebe zwar „keine Aussage dazu, was das Lithium in der Atmosphäre bewirken wird“, sagt Mitautor Professor Gerd Baumgarten. An der Menge des Lithiums lasse sich gut bestimmen, wie viel Weltraummüll vorhanden ist.
RaumfahrtWeg mit dem Weltraumschrott – aber wie?
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Ausgediente Satelliten und Raketenstufen verglühen in der Erdatmosphäre zu Tonnen von Partikeln. Forscher warnen vor unkalkulierbaren Folgen fürs Klima und suchen nach Lösungen.
Von Dieter Sürig, München