RaumfahrtWeg mit dem Weltraumschrott – aber wie?

Lesezeit: 5 Min.

Die Raumfahrtagentur Esa will mit der Mission Draco messen, was genau passiert, wenn ein Satellit in der Erdatmosphäre verglüht (Illustration).
Die Raumfahrtagentur Esa will mit der Mission Draco messen, was genau passiert, wenn ein Satellit in der Erdatmosphäre verglüht (Illustration). (Foto: Esa)

Ausgediente Satelliten und Raketenstufen verglühen in der Erdatmosphäre zu Tonnen von Partikeln. Forscher warnen vor unkalkulierbaren Folgen fürs Klima und suchen nach Lösungen.

Von Dieter Sürig, München

Als im Februar 2025 eine Oberstufe der US-Trägerrakete Falcon 9 über Ostdeutschland verglüht ist, hatte das spürbare Folgen. Wissenschaftler in Rostock registrierten 18 Stunden später ein zehnfaches Lithiumaufkommen auf 96 Kilometer Höhe. In einer Studie sahen sie einen Zusammenhang: Eine Oberstufe der Falcon 9 enthalte schätzungsweise etwa 30 Kilogramm Lithium, das in den Tankwänden verwendet werde. Die Studie „stellt die erste zeit- und höhenaufgelöste Messung der Verschmutzung nach dem Wiedereintritt von Weltraummüll dar“, schreiben die Autoren des Leibniz-Instituts für Atmosphärenphysik in Rostock. Es gebe zwar „keine Aussage dazu, was das Lithium in der Atmosphäre bewirken wird“, sagt Mitautor Professor Gerd Baumgarten. An der Menge des Lithiums lasse sich gut bestimmen, wie viel Weltraummüll vorhanden ist.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: