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Jeff Bezos fliegt ins All:Erster!

Blue Origin: Jeff Bezos in einer Raumkapsel

Jeff Bezos hat ein Modell der Crew-Kapsel 2017 bei einem Raumfahrt-Symposium in Colorado Springs, Colorado, präsentiert.

(Foto: Isaiah Downing/Reuters)

Jeff Bezos will am 20. Juli mit einer Rakete seiner Space-Firma Blue Origin ins All fliegen. Zwar nur für wenige Minuten, doch würde er damit seine Rivalen Elon Musk und Richard Branson ausstechen.

Von Dieter Sürig

Lange sah es so aus, als geriete Amazon-Gründer Jeff Bezos beim Wettkampf der Milliardäre um die Eroberung des Weltraums ins Hintertreffen: Elon Musks Raketenhersteller Space-X darf seit vergangenem Jahr Astronauten zur Raumstation ISS fliegen, Richard Bransons Weltraumtouristenfirma Virgin Galactic hat bereits erste Testflüge mit eigenen Astronauten ins All absolviert. Und Bezos' Raketenfirma Blue Origin? War aus dem Nasa-Wettbewerb für private Passagierzubringer zur ISS ausgeschieden und will am 20. Juli, 52 Jahre nach der ersten Apollo-Mondlandung, den ersten astronautischen Flug seiner Rakete New Shepard überhaupt starten, um touristische Ausflüge an den unteren Rand des Weltraums vorzubereiten.

Aller Voraussicht nach wird Jeff Bezos, 57, aber der erste aus dem Milliardärstrio werden, der selbst ins All fliegt. "Seit ich fünf Jahre alt bin, habe ich davon geträumt, in den Weltraum zu reisen", postete Bezos auf Instagram, wo er bekannt gab, beim ersten Crew-Flug von Blue Origin dabei zu sein - gemeinsam mit seinem Bruder Mark Bezos und einem weiteren Touristen, der gerade bei einer Internetauktion ermittelt wird. "Die Erde aus dem Weltraum zu sehen, das verändert einen", sagt Bezos in einem Videoclip, "es verändert Deine Beziehung zu diesem Planeten und der Menschheit".

Jeff Bezos, der nur zwei Wochen nach seinem Rücktritt als Amazon-Chef ins All startet, vertraut damit auf ein Raumschiff, das zwar bereits mehrmals erfolgreich für wissenschaftliche Versuche auf einer suborbitalen Bahn war, aber noch nie Menschen transportiert hat. Das Gebot für den dritten Platz in der Kapsel mit sechs Plätzen liegt bei 2,8 Millionen Dollar - für zehn Minuten Flug auf etwa 100 Kilometern Höhe.

© SZ/shs
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