MeinungRaumfahrtEuropa muss im All unabhängiger von den USA werden

Kommentar von Dieter Sürig

Lesezeit: 2 Min.

„Spectrum“-Rakete von Isar Aerospace auf der Startrampe in Andøya, Norwegen.
„Spectrum“-Rakete von Isar Aerospace auf der Startrampe in Andøya, Norwegen. Isar Aerospace/Robin Brillert

Wenn die Firma Isar Aerospace ihre erste Rakete startet, ist das ein überfälliger Schritt für die europäische Raumfahrt. Es geht um nicht weniger als den souveränen Zugang zum Weltraum.

Lange sah es so aus, als ob sich die europäische Raumfahrt noch ewig auf die USA verlassen könnte. Die Raumfahrtorganisation Esa konnte mit Gegengeschäften ihre Astronauten auf die Raumstation ISS bringen, Ähnliches ist bei den Mondmissionen der US-Agentur Nasa vorgesehen. Zumindest, solange US-Präsident Trump will, möchte man mittlerweile fast hinzufügen. Verschiedene Institutionen, sogar die Bundeswehr, nutzen die vielfach bewährte und vergleichsweise preisgünstige Trägerrakete Falcon 9 von Elon Musks Firma Space-X, um Satelliten ins All zu schießen. Selbst Esa und EU wurden dort Kunden, als den Europäern im vorigen Jahr zeitweilig die Raketen ausgingen. Die Vorgänge unter der neuen US-Regierung deuten aber darauf hin, dass diese bequemen Zeiten bald vorbei sein könnten. Europa muss unabhängiger werden.

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Sieben Jahre lang hat Isar Aerospace den Microlauncher „Spectrum“ entwickelt. Die Transportrakete könnte nun am Sonntag das erste Mal von Norwegen aus in den Weltraum fliegen. Die Hoffnungen sind groß.

Von Dieter Sürig

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