Ranking von "Forbes" Die größten Unternehmen der Welt sind chinesisch

China wächst, und neue Giganten erscheinen auf der Weltbühne: Die ersten beiden Plätze der Forbes-Liste der größten Unternehmen besetzen erstmals zwei chinesische Banken. Einen großen Sprung nach vorn machte ein deutsches Unternehmen.

"Größtes und mächtigstes Unternehmen der Welt" - nur ein Jahr durfte sich der US-Erdölkonzern Exxon Mobil mit diesem inoffiziellen Titel schmücken. Nun wurde er im Global 2000, dem Ranking des Forbes-Magazins, von der Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) abgelöst. Die China Construction Bank rückt von Platz elf auf Platz zwei. Beide Banken gehören dem chinesischen Staat. Damit übernehmen erstmals zwei chinesische Unternehmen die Spitzenplätze. Exxon Mobil wurde auf Platz fünf zurückgedrängt.

Ob super-reich oder einfach nur einflussreich - Forbes gibt jedes Jahr verschiedene Listen heraus. Nun hat das Magazin sein jährliches Ranking der mächtigsten Unternehmen weltweit herausgegeben. 2000 Unternehmen aus 63 Ländern stehen auf der Liste. Dazu gehören Banken oder Versicherungen, aber auch Gesundheitsfirmen. Sie machen insgesamt 38 Billionen Dollar Umsatz und beschäftigen 87 Millionen Menschen weltweit. Die Bewertung des Magazins berechnet sich aus fünf Faktoren: "Umsatz", "Gewinn", "Vermögen" und "Marktwert".

Starkes Wachstum in allen vier Kategorien verzeichnen Unternehmen aus Singapur, Malaysia und Thailand. Konzerne aus Belgien, der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten konnten vor allem im Bereich "Marktwert" zulegen. Die Liste zeigt auch, welche Auswirkungen die Finanzkrise in Europa auf die Unternehmen in Griechenland und Spanien hatte: Sie mussten starke Profit-Verluste hinnehmen. Italien schneidet in allen Punkten schlechter ab als im Vorjahr. Dominiert wird die Liste vor allem von Banken und anderen Finanzdienstleistern (469 Unternehmen). Darauf folgen Öl-und Gasunternehmen, Baustoffe und Versicherungen.

Einen großen Sprung nach vorn machte dagegen ein deutsches Unternehmen: Der Energiekonzern Eon rückte von Platz 409 auf Platz 99 auf. Forbes erklärt den Erfolg mit verschiedenen Faktoren, darunter die erfolgreich mit Russland und Norwegen ausgehandelten Gasversorgungs-Verträge. Aber auch die Entscheidung der Bundesregierung Atomkraftwerke früher abzuschalten, habe einen positiven Effekt gehabt.

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Wie das Unternehmen Mitte vegangenen Jahres mitteilte, hatte Eon 2011 zwar vor allem wegen des Atomausstiegs den ersten Nettoverlust seiner Unternehmensgeschichte verbuchen müssen. Gleichzeitig fielen negative Einmaleffekte aus der Atomwende weg, zum Beispiel hohe Rückstellungen für den Abriss der AKW und Abschreibungen auf nicht mehr verwendbare Brennelemente. Dies hatte im Halbjahr 2012 einen positiven Effekt in Höhe von 1,5 Milliarden Euro gehabt. So verdreifachte Eon seinen Gewinn - trotz Atomausstieg.