Süddeutsche Zeitung

Quartalszahlen:Apple verkauft deutlich weniger iPhones

  • Die Zahl der verkauften iPhones ist zurückgegangen.
  • Apple spricht von Einmal-Effekten.
  • Der Umsatz ist in vielen Bereichen gefallen.

Apple hat erneut deutlich weniger iPhones verkauft. Der Absatz des Smartphones brach im dritten Quartal um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein, wie der US-Technologiekonzern am Dienstagabend mitteilte. Wurden vergangenes Jahr um diese Zeit 47,5 Millionen Smartphones verkauft, sind es nun nur noch 40,4 Millionen.

Es ist bereits das zweite Quartal in Folge, in dem die iPhone-Verkaufszahlen sich verschlechtern - allerdings war 2015 auch ein außergewöhnliches Jahr mit zahlreichen Umsatzrekorden, angetrieben durch das iPhone 6, gewesen. Für Apple könnte die aktuelle Entwicklung allerdings zum Problem werden, schließlich ist das iPhone für fast zwei Drittel des gesamten Erlöses verantwortlich.

Das Modell SE - bei dem große Teile der Technik der aktuellen iPhone-6-Modelle ins kleinere Gehäuse der 5er-Reihe gepresst wurden - sei sehr populär gewesen, hieß es. Der durchschnittliche Verkaufspreis eines iPhone fiel um mehr als 60 Dollar auf 595 Dollar.

Apple spricht von Einmal-Effekten

Finanzchef Luca Maestri erklärte dies vor allem mit Einmal-Effekten, etwa ein Drittel des Rückgangs gehe auf ungünstige Wechselkurse zurück. Im laufenden Quartal werde der Durchschnittspreis wieder nach oben gehen. Traditionell wird im September bereits das nächste iPhone-Modell verkauft.

Auch in anderen Kategorien rutschten die Zahlen ins Minus. Der Umsatz in der für Apple wichtigen Region China fiel um 33 Prozent, in der Kategorie mit dem Namen "Other products" (dort enthalten ist die Apple Watch) um 16 Prozent.

Insgesamt ist der gesamte Umsatz der Firma um 15 Prozent gesunken, auf nun 42,4 Milliarden Dollar. Doch Analysten hatten einen Rückgang bereits vorausgesagt. Daran gemessen blieb Apple über den Erwartungen, und der Aktienpreis ging nachbörslich um sieben Prozent in die Höhe. Apple hat Geldreserven in Höhe von 231,5 Milliarden Dollar.

iPad mit mehr Umsatz

Die Verkäufe der iPad-Tablets fielen zwar weiter - um neun Prozent auf 9,95 Millionen Geräte, doch mit den teureren Modellen des iPad Pro stieg der Umsatz um sieben Prozent auf fast 4,9 Milliarden Dollar. Das ist das erste iPad-Wachstum seit längerer Zeit.

Die Umsätze im Dienste-Geschäft (zum Beispiel iCloud und Apple Music) legten im Jahresvergleich um 19 Prozent zu, auf 5,98 Milliarden Dollar.

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