Zu Beginn seines ersten öffentlichen Auftritts als Puma-Chef wärmt sich Arthur Höld an der Vergangenheit. Seit 77 Jahren gibt es Puma, und viele Größen des Weltsports trugen bei ihren Siegen und Rekorden Schuhe und Shirts der fränkischen Sportartikelmarke. Vor allem charismatische und eigenwillige Individualisten der Kategorie Pelé, Johan Cruyff oder Usain Bolt. Von einigen zeigt Höld, 55, an diesem Donnerstag in der Konzernzentrale alte Fotos. Es ist der geschmeidige Einstieg in eine Stunde voller bitterer Wahrheiten und unangenehmer Ankündigungen. Denn die Wirklichkeit bei Puma ist noch miserabler als das Wetter an diesem Morgen in Herzogenaurach. Der Glanz der erfolgreichen Zeiten ist verpufft und Hölds Aufgabe ist es nun, die Patina von der Marke zu wischen und sie wieder glänzend zu polieren. Sein größtes Problem: Die Zeit drängt.
SportartikelWie Arthur Höld Puma aus der Krise führen will
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Der neue Vorstandschef steht unter Zeitdruck, denn der Sportartikelhersteller verliert nicht nur Umsatz und Marktanteile. Er schreibt auch Verluste – und baut weitere Stellen ab.
Von Uwe Ritzer, Herzogenaurach