Prozess:Ghosn-Fluchthelfer müssen ins Gefängnis

Die beiden Männer, die den ehemaligen Nissan-Chef in einer Kiste per Privatjet in den Libanon schmuggelten, erhalten Haftstrafen.

Ein Gericht in Tokio hat die beiden Fluchthelfer des ehemaligen Nissan-Chefs Carlos Ghosn zu Haftstrafen verdonnert. Der Ex-US-Soldat Michael Taylor wurde zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, sein Sohn Peter zu einem Jahr und acht Monaten. "Dieser Fall ermöglichte es Ghosn, einem Angeklagten einer schweren Kriminalität, nach Übersee zu fliehen", begründete der Oberste Richter das Urteil. Eineinhalb Jahre seien vergangen und es gebe keine Aussicht auf einen Prozess gegen den der Steuerhinterziehung und Veruntreuung beschuldigten Manager. Die beiden Fluchthelfer hatten sich vor Gericht für schuldig erklärt. Sie räumten ein, Ghosn am 29. Dezember 2019 in einer Kiste an Bord eines Privatjets vom japanischen Flughafen Kansai in den Libanon geschmuggelt zu haben. Der Libanon hat kein Auslieferungsabkommen mit Japan.

© SZ vom 20.07.2021 / Reuters
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