Fernsehen:Pro Sieben Sat 1 wehrt sich gegen Berlusconi

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Rainer Beaujean kam 2019 als Finanzvorstand zu Pro Sieben Sat 1 und wurde im März 2020 zu Beginn der Pandemie überraschend zum neuen Chef ernannt. (Foto: Pro Sieben Sat 1/oh)

Rainer Beaujean ist Chef des Fernsehkonzerns und hat mit Silvio Berlusconi nun einen bestimmenden Großaktionär. Er erklärt, wie wenig er davon hält und warum er lieber alleine bleiben will.

Interview von Caspar Busse

Rainer Beaujean, 53, meldet sich aus dem Home-Office. Der Chef von Pro Sieben Sat 1 ist gerade besonders vorsichtig, er will sich nicht noch mit Corona infizieren. Denn an diesem Donnerstag findet die Hauptversammlung statt, und die könnte turbulent werden, die Unruhe ist groß. Der umstrittene ehemalige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi und sein Konzern Media for Europe (früher Mediaset) hatten Mitte März überraschend verkündet, dass man nun mehr als 25 Prozent der Anteile von Pro Sieben Sat 1 besitze. Die Italiener wollen offenbar zusammen mit dem deutschen M-Dax-Unternehmen einen europäischen TV-Konzern schaffen. Das aber lehnt Beaujean vehement ab und kämpft um die Unabhängigkeit.

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