Sanktionen:Das fragwürdige Russland-Geschäft der Fraport AG

Sanktionen: Am Petersburger Flughafen Pulkowo ist auch das Unternehmen Fraport beteiligt, das wiederum zu fast einem Drittel dem Land Hessen gehört.

Am Petersburger Flughafen Pulkowo ist auch das Unternehmen Fraport beteiligt, das wiederum zu fast einem Drittel dem Land Hessen gehört.

(Foto: Tatyana Belyakova/imago/ITAR-TASS)

Der deutsche Konzern kann angeblich seine umstrittene Beteiligung am Flughafen von Sankt Petersburg nicht kündigen, obwohl der Airport mutmaßlich auch für militärische Zwecke genutzt wird. Was wirklich in den Verträgen steht - und welche Rolle ein 163-Millionen-Euro-Kredit spielt.

Von Petra Blum und Ralf Wiegand

Als die Maschine des Wagner-Chefs Jewgenij Prigoschin am 23. August kurz nach ihrem Start in der Nähe von Moskau abstürzte, war sie auf dem Weg nach Sankt Petersburg. Dort, auf dem angeblich rein zivilen Flughafen Pulkowo, waren Recherchen von SZ, NDR und WDR zufolge auch 2022 schon Maschinen der Söldnertruppe Wagner gestartet und gelandet. Das letzte Ziel von Prigoschins Embraer Legacy 600 hat damit erneut eine Frage aufgeworfen, die auch den deutschen Flughafenkonzern Fraport berührt: Handelt es sich beim Airport in der Geburtsstadt des russischen Präsidenten Wladimir Putin tatsächlich um eine rein zivile Einrichtung - oder spielt er eine militärische Rolle für das gegen die Ukraine Krieg führende Land?

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