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Preisniveau in Deutschland und Europa:Das teure Leben der Nachbarn

Leben in Deutschland ist teurer als im EU-Durchschnitt - doch in den Nachbarstaaten in Süd, West und Nord müssen die Menschen für Nahrungsmittel und Kleidung noch mehr ausgeben.

Ob T-Shirts, Bier oder Autos - die Deutschen mussten für ihren Konsum im vergangenen Jahr etwas mehr zahlen als der Durchschnitt der Bürger in den 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Im Vergleich mit ihren meisten Nachbarn kommen die Deutschen allerdings trotzdem billig weg.

Das Preisniveau für die privaten Konsumausgaben lag in der Bundesrepublik nach Angaben des statistischen Bundesamtes 1,5 Prozent über dem europäischen Mittelwert ( PDF). Das Bundesamt beruft sich dabei auf Daten, die das Statistische Amt der Europäischen Union gestern veröffentlicht hat.

In den meisten direkten Nachbarländern Deutschlands waren die Preise allerdings höher als hierzulande: In Österreich, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg (in aufsteigender Reihenfolge, PDF). In mehreren dieser Länder sind die Löhne allerdings auch höher. Nur in Tschechien und Polen war das Preisniveau niedriger, wie schon in den vergangenen Jahren.

Besonders teuer ist das Leben in Dänemark. Dort lagen die Preise 39,6 Prozent über dem EU-Schnitt. Wenn man in einem fiktiven Beispiel davon ausgehen würde, dass eine Cola in Europa im Schnitt 2,50 Euro kostet, würde sie in Kopenhagen also 3,49 Euro kosten - in Berlin wäre der Unterschied dagegen marginal. Dort müsste man für eine Cola 2,54 Euro bezahlen.

Am niedrigsten war das Preisniveau in Bulgarien. Dort mussten Verbraucher für den Kauf eines repräsentativen Warenkorbs, anhand dessen das Preisniveau ermittelt wird, weniger als halb so viel zahlen wie im Durchschnitt aller EU-Mitgliedsländer. Das heißt man würde dort, wieder von einem fiktiven Durchschnittspreis von 2,50 Euro ausgehend, für die genannte Cola statistisch gesehen 1,20 Euro zahlen.