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Preis für Briefmarken:Post denkt über höheres Porto nach

Seit 13 Jahren kostet ein Brief das Gleiche. Doch weil immer weniger Briefe verschickt werden, erwägt die Post jetzt, das Porto für private Kunden zu erhöhen.

Post-Chef Frank Appel schließt eine Erhöhung des Briefportos für Privatkunden mittelfristig nicht aus. Die Politik müsse sich fragen, "ob die anstehende Neuregelung im Jahre 2012 nicht flexibler und an den tatsächlichen Marktgegebenheiten ausgerichtet sein sollte", sagte Appel der Frankfurter Rundschau.

Seit 13 Jahren ohne Preiserhöhung: Doch jetzt schließt Post-Chef Frank Appel eine Erhöhung des Briefportos für Privatkunden nicht mehr aus.

(Foto: ap)

Bislang darf das Porto erst bei einer hohen Inflation steigen. Die Post hat das Porto für einen Standardbrief laut dem Bericht seit 13 Jahren nicht angehoben; seit 2003 liegt es bei 55 Cent.

"Heute wirft der Briefträger statt zwei nur noch einen Brief ein. Das kostet uns Geld", sagte Appel und verwies damit auf das veränderte Kommunikationsverhalten der Kunden und sinkende Zahlen im Briefgeschäft.

Die Zustellung an sechs Tagen in der Woche wird es nach Worten des Post-Chefs weiterhin geben. "Die Frage ist allerdings, wo liegt der Kundennutzen? Was am Freitag im Briefkasten ist, haben wir samstags längst zugestellt, und Firmen liefern am Wochenende keine Post ein. Wenn sie heute in ihren Briefkasten schauen, ist montags kaum Post drin, weil alles schon am Samstag da ist."

Derzeit gebe es aber hierzulande keine Pläne, an der Sechs-Tage-Zustellung etwas zu ändern.

Zugleich verwies er auf ein "interessantes Modell", das in Dänemark ausprobiert werde: "Die Werbe- und Infopost wird so lange zurückgehalten, bis ein normal bezahlter Brief zuzustellen ist, zum Beispiel ein privater Brief oder Versicherungsschreiben. Dann erst kommt der Postbote."