Berlin (dpa/bb) - Berliner und Brandenburger haben im ersten Halbjahr deutlich weniger Gewerbe angemeldet als ein Jahr zuvor. Der Rückgang lag bei jeweils rund sechs Prozent. Es wurden aber weiterhin mehr Unternehmen neu gegründet als abgemeldet, wie aus Zahlen des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg hervorgeht. In Berlin standen rund 20 000 Anmeldungen etwa 14 000 Abmeldungen gegenüber, in Brandenburg waren es knapp 9300 Zugänge und rund 8500 Abgänge.
Die Dynamik ließ damit insgesamt nach. Inwiefern dies mit Folgen der Corona-Seuche zusammenhängt, ist noch unklar. Effekte von Wirtschaftskrisen zeigten sich in der Gewerbestatistik in der Regel erst einige Monate später, bemerkte das Amt. Eine Rolle könnten neben der wirtschaftlichen Unsicherheit demnach eingeschränkte Öffnungszeiten und Personalengpässe in den Gewerbeämtern spielen.