Nach Postbank-Debakel:Deutsche Bank trennt sich von Managern

Nach Postbank-Debakel: Bis 2026 soll fast die Hälfte der Postbank-Filialen schließen.

Bis 2026 soll fast die Hälfte der Postbank-Filialen schließen.

(Foto: Danil Shamkin/IMAGO)

Vor Weihnachten tauchten Tausende unbearbeitete Kundenbeschwerden auf. Jetzt zieht das Geldhaus erstmals personelle Konsequenzen.

Von Meike Schreiber, Frankfurt

Eigentlich wollte die Deutsche Bank die Probleme mit der Postbank zum Jahresende abgearbeitet haben, so hatte es Konzernchef Christian Sewing versprochen. Inzwischen allerdings benötigt die Bank mehr Zeit, auch weil im November plötzlich Tausende unbearbeitete Kundenbeschwerden im System aufgetaucht waren - ein Vorgang, der weitere Fragen aufwarf. Die Serviceprobleme der früheren Deutsche-Bank-Tochter hatten ohnehin schon Tausende Kunden verärgert und nach Angaben von Verbraucherschützern sogar einige in Existenzkrisen gestürzt. Der Reputationsschaden ist immens. Der finanzielle Schaden soll sich Finanzchef James von Moltke zufolge allein im vierten Quartal auf 30 bis 35 Millionen Euro belaufen, nach bis zu zehn Millionen Euro im dritten Quartal.

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