MeinungLogistikDie Botschaft ist völlig richtig. Der Zeitpunkt ist völlig daneben.

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Kommentar von Björn Finke, Bonn

Lesezeit: 2 Min.

Verdi hat mit Warnstreiks Lohnerhöhungen für die Beschäftigten der Deutschen Post herausgeholt. Zwei Tage nach der Einigung verkündet der Konzern Stellenabbau.
Verdi hat mit Warnstreiks Lohnerhöhungen für die Beschäftigten der Deutschen Post herausgeholt. Zwei Tage nach der Einigung verkündet der Konzern Stellenabbau. Philipp von Ditfurth/dpa

Die Deutsche Post kappt 8000 Jobs. Für die Entscheidung gibt es gute Gründe, doch der Zeitpunkt ist idiotisch gewählt.

Für die 187 000 Post-Beschäftigten ist es ein Höllenritt: Am Dienstag einigten sich die Gewerkschaft Verdi und der weltweit größte Logistikkonzern DHL auf einen Tarifvertrag für die Mitarbeiter der Tochter Deutsche Post. Der sieht mehr Lohn und Urlaubstage vor. Und jetzt, gerade mal zwei Tage später, verkündet das Management den ersten Stellenabbau seit Anfang des Jahrtausends. Die Gewerkschafter sind sauer, und das zu Recht. DHL-Chef Tobias Meyer hat einen äußerst unsensiblen, wenn nicht sogar unverschämten Zeitpunkt für diese Hiobsbotschaft gewählt.

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