VW-KonzernBericht: Porsche will Cayenne-Produktion nach Leipzig verlagern

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Ein Mitarbeiter im Leipziger Werk an einem Porsche-Cayenne im Dezember 2006.
Ein Mitarbeiter im Leipziger Werk an einem Porsche-Cayenne im Dezember 2006.
Z1005 Waltraud Grubitzsch/dpa

Voraussetzung sei eine ⁠spürbare Absenkung der Löhne. Hintergrund ist laut Insidern der größte Umbau in der Geschichte des Mutterkonzerns VW.

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Porsche will einem Zeitungsbericht zufolge die Herstellung seines SUV Cayenne mit allen drei Antriebsvarianten von Bratislava nach Leipzig verlagern. Damit wolle Vorstandschef Michael Leiters die Auslastung des Werks in Sachsen langfristig absichern, berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung am Samstag und berief sich auf Angaben aus Arbeitnehmerkreisen. Voraussetzung sei allerdings, dass die Arbeitnehmerseite sich auf eine ⁠spürbare Absenkung der Löhne einlasse, weil die Entgelthöhen in der Slowakei deutlich unter dem Niveau der deutschen Porsche-Mitarbeiter liegen.

Ein Porsche-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab. Porsche-Chef Leiters hatte sich zuletzt zum Standort ‌Leipzig bekannt. „Der anhaltende Druck auf die Automobilindustrie ‌erfordert auch bei Porsche konsequente Maßnahmen, um das Unternehmen wettbewerbsfähig aufzustellen. Wir bekennen uns dabei zum Standort Deutschland und insbesondere auch zu unserem Werk in Leipzig“, hatte Leiters gesagt. Von der Markteinführung des ersten Cayenne im Jahr 2002 bis zum Jahr 2017 lief das SUV in Sachsen vom Band.

Der Mutterkonzern Volkswagen steht Insidern zufolge vor dem größten Umbauprogramm seiner fast 90-jährigen Geschichte. Konzernchef Oliver Blume habe dem Aufsichtsrat seine Pläne für das Sanierungsprogramm vorgelegt, hatte Reuters am Freitag von den Insidern ‌erfahren. Die Pläne sähen unter anderem vor, die Produktion von Konzernautos in den Werken Emden, Zwickau, ‌Hannover und Neckarsulm auslaufen zu ‌lassen. Es wird befürchtet, dass im Konzern in den kommenden Jahren 100 000 Stellen wegfallen könnten.

Investoren hatten zudem Porsche-Chef Leiters bei der Hauptversammlung zu mehr Tempo bei seinem Sanierungskurs gedrängt. Leiters, der seit Jahresbeginn an der ‌Spitze von Porsche steht, setzt bei den Autos den Rotstift an. Das Portfolio sei zu komplex geworden, insbesondere im Vergleich mit den Wettbewerbern, hatte er gesagt. Deswegen werde die Zahl der Varianten reduziert. Zugleich erwäge das Unternehmen, sein Angebot an margenträchtigen ⁠Modellen auszubauen, sowohl bei den klassischen Sportwagen als auch ‌bei großen ‌SUV-Fahrzeugen. Auch bei den Kosten will er ansetzen.

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