Politische Ansichten Uschi Glas ärgert sich über "schwarze Zicke"

"Es hat mir sehr weh getan, dass ich als schwarze Zicke oder als beste Freundin von Strauß bezeichnet wurde": Schauspielerin Uschi Glas.

(Foto: dpa)

Sie galt als "beste Freundin von Strauß": Die Schauspielerin Uschi Glas ärgert sich noch heute darüber, nach ihren politischen Ansichten beurteilt zu werden. Doch im SZ-Gespräch erzählt sie auch von ihrer Solidarität mit Helmut Kohl.

Die Schauspielerin Uschi Glas ärgert sich noch heute darüber, dass sie seit Jahrzehnten nach ihren politischen Ansichten beurteilt wird. Das äußerte sie in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. "Es hat mir sehr weh getan, dass ich als schwarze Zicke oder als beste Freundin von Strauß bezeichnet wurde von Leuten, die mich gar nicht kannten", sagte die Schauspielerin der Zeitung.

Die 70-Jährige begründete im Interview auch, warum sie sich im Jahr 2000 mit 10 000 Mark an einer Solidaritätsaktion für Helmut Kohl beteiligte, als diesem eine Strafe im Rahmen der CDU-Spendenaffäre auferlegt wurde: "Ich fand es unmöglich, wie man ihn gejagt hatte. Es ging ums Ehrenwort. Wenn er das gegeben hat, kann er das nicht brechen. Es wären die Leute, die ihm das abgenommen haben, dran gewesen." Bei ihr habe sich ein Groll aufgebaut, deshalb habe sie sich für die Spende entschieden.

Darüber hinaus berichtete die Münchnerin vom harten Anfang als Schauspielerin in den Sechzigerjahren, als sie noch einen Vertrag mit der Rialto-Filmgesellschaft hatte und eine Pauschale statt hoher Filmgagen erhielt. "Ich habe mir dann ein Auto gekauft. Das war mein ganzer Stolz. Oft hat es reingeregnet und es war dauernd kaputt. Wenn die Werkstatt anrief und sagte, ich könne ihn abholen und es koste 483 Mark, habe ich oft behauptet, ich sei unterwegs und könne nicht kommen. Weil ich das Geld nicht hatte. Die ersten Jahre waren hart. Aber es ist ja gut gegangen."

Bis heute ist Uschi Glas als Schauspielerin aktiv. Darüber hinaus hat sie mit ihrem Ehemann den Verein "BrotZeit" gegründet, der bedürftigen Kindern an Schulen ein Frühstück und Lernhilfe ermöglicht.

Das vollständige Interview lesen Sie in der Freitagsausgabe der Süddeutschen Zeitung oder in der digitalen Ausgabe für iPad, iPhone, Android, Windows 8 oder PC.