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SZ-Podcast "Auf den Punkt":Wie China Unternehmen bestrafen will

Ab 2020 soll es in China ein Sozialkreditsystem geben. Bürgerinnen und Bürger sollen Punkte für ihre Handlungen erhalten - und auch Firmen. Die sind der Idee nicht abgeneigt.

China scheint auf dem Weg zur absoluten Kontrolle. 2020 soll ein landesweites Sozialkreditsystem eingeführt werden. Alle Bürgerinnen und Bürger starten bei 1000 Punkten. Wer sich in Anführungsstrichen gut verhält, bekommt Pluspunkte. Also zum Beispiel, wer Blut spendet, wer keine Schulden hat oder die Regierung in sozialen Medien lobt. Wer sich nicht so gut verhält, also womöglich über die Regierung lästert, bekommt Minuspunkte.

Wer viele Punkte hat, der soll Privilegien erhalten: Reisen dürfen oder leichter an eine Wohnung kommen. Wer wenige Punkte hat, der kann dann auch mal höhere Steuern zahlen oder öffentlich angeprangert werden. Auch Unternehmen müssen sich ab dem kommenden Jahr auf ein solches Punktesystem einstellen. Schwarze Schafe sollen isoliert werden. Wer gute Bewertungen hat, kann dafür mit niedrigeren Steuersätzen, besseren Kreditbedingungen und mehr Chancen bei öffentlichen Aufträgen rechnen. Doch für Firmen drohen bei vermeintlich kleinen Verstößen schon empfindliche Strafen, warnt Peking-Korrespondent Christoph Giesen.

Weitere Themen: Kühnert kandidiert nicht für SPD-Vorsitz, Johnson will Parlament schließen.

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