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Pharma - Ingelheim am Rhein:Auch Boehringer Ingelheim am Kampf gegen Corona beteiligt

Deutschland
Ein Mann geht an der hell erleuchteten Unternehmenszentrale des Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim vorbei. Foto: Andreas Arnold/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

Ingelheim/Mainz (dpa/lrs) - Neben der Mainzer Biotech-Firma BioNTech beteiligt sich in Rheinland-Pfalz auch der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim am Kampf gegen das Coronavirus. Dabei geht es in Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen, Organisationen und Forschungseinrichtungen um einen Beitrag zur Entwicklung von Therapien gegen die Lungenkrankheit, wie Boehringer Ingelheim auf Anfrage mitteilte. "Wir beteiligen uns an einem beschleunigten Aufruf zur Einreichung von Projekten zur Entwicklung von potenziellen Therapien und Diagnostika für SARS-CoV-2 der Innovative Medicines Initiative der Europäischen Union."

Man untersuche darüber hinaus die Aktivität bereits bestehender antiviraler Substanzen in fortgeschrittenen Entwicklungsstadien aus früherer Forschung gegen SARS-CoV-2. Computerbasiert werde eine Molekül-Datenbank nach weiteren Substanzen durchsucht, die gegen das Virus aktiv sein könnten. Gleichzeitig arbeite das Unternehmen zusammen mit dem deutschen Zentrum für Infektionsforschung an der "Entwicklung neutralisierender monoklonaler Antivirus-Antikörper für die Therapie von Covid-19".

Die Mainzer Biotech-Firma BioNTech will mit einem chinesischen Partner einen Impfstoff gegen den Covid-19-Erreger entwickeln. BioNTech und Fosun Pharma in Schanghai vereinbarten dazu gemeinsame klinische Studien. Der Kandidat für einen geplanten Impfstoff soll Körperzellen anregen, Wirkstoffe zur Abwehr des Virus zu erzeugen.

Bei einer Zulassung soll Fosun Pharma den Impfstoff in China vermarkten, außerhalb der Volksrepublik hätte BioNTech dagegen die Vermarktungsrechte. An der Börse legten BioNTech-Aktien daraufhin stark zu. Die Firma gilt wegen ihrer breiten Entwicklungsplattform als gut aufgestellt im Rennen um einen Coronavirus-Impfstoff.

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