Pestizid-Studie:Giftspritze im Apfelhain

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HUBSCHRAUBERSPRITZUNG IN DEN WEINBERGEN AN DER MOSEL

Schädlingsbekämpfung aus der Luft, ein Weinberg an der Mosel.

(Foto: dpa)

Bis zu 22 Mal pro Saison werden Apfelplantagen gespritzt. Das ist zu viel, findet Greenpeace und legt eine Liste mit den gefährlichsten Pestiziden vor.

Von Silvia Liebrich

Es ist eine giftige Mischung, die da jedes Jahr auf europäischen Äckern und in Obstplantagen landet. Das geht aus einer Studie von Greenpeace hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Von insgesamt 520 zugelassenen Pflanzenschutzmitteln identifizierten die Umweltschützer 209 Wirkstoffe als besonders kritisch. Die Organisation moniert, dass der Einsatz von Pestiziden in der konventionellen Landwirtschaft noch immer zunehme. Apfelplantagen würden in der Saison bis zu 22 Mal gespritzt, meist mit mehreren Giften gleichzeitig, heißt es. "Mehr als ein Drittel der in Europa verwendeten Pestizide sollte verboten werden", findet Christiane Huxdorff, Landwirtschaftsexpertin von Greenpeace. Der hohe Einsatz von Pestiziden bei Obst, Gemüse und Getreide gefährde Gesundheit und Umwelt. Huxdorff fordert ein Umdenken in der Landwirtschaft.

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