FinanzenPaypal will nach Milliarden-Panne Händler auszahlen

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Diverse deutsche Banken hatten am Montag Zahlungen des US-Konzerns in Höhe von womöglich mehr als zehn Milliarden Euro blockiert.
Diverse deutsche Banken hatten am Montag Zahlungen des US-Konzerns in Höhe von womöglich mehr als zehn Milliarden Euro blockiert. Lina Moreno/SZ

Eine Panne hatte dazu geführt, dass Banken Lastschriften im Milliardenbereich stoppten. Nun arbeiten der Finanzdienstleister und betroffene Banken daran, die Folgen in den Griff zu bekommen.

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Nach der Sicherheitspanne bei Paypal will der US-Zahlungsdienstleister Betroffenen möglichst schnell zu ihrem Geld verhelfen. „Alle rechtmäßigen Transaktionen der Händlerinnen und Händler werden vollständig erstattet“, sagte eine Paypal-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

Diverse deutsche Banken hatten am Montag Zahlungen des US-Konzerns in Höhe von womöglich mehr als zehn Milliarden Euro blockiert. Das zeigten Recherchen der Süddeutschen Zeitung. Den Geldhäusern war am Montag aufgefallen, dass in der vergangenen Woche viele Millionen Lastschriften von Paypal eintrudelten, die verdächtig oder betrügerisch aussahen. Bei einer Lastschrift zieht Paypal das Geld vom Bankkonto der Kunden ein (Bankeinzug), nachdem diese beispielsweise Waren im Internet gekauft haben.

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Beim US-Zahlungsdienstleister Paypal sind offenbar Sicherheitssysteme ausgefallen, die betrügerische Zahlungen herausfiltern sollen. Banken haben deshalb nach SZ-Informationen Lastschriften im zweistelligen Milliardenbereich gestoppt. Händler müssen auf ihr Geld warten.

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Nach dpa-Informationen überschritt eine einzige betrügerische Lastschrift allein die Schwelle von einer Milliarde Euro. Andere Lastschriften hätten im dreistelligen Millionenbereich gelegen. Wegen dieser absurd hohen Summen seien die betrügerischen Einzugsversuche den Banken auch schnell aufgefallen. Von dem Vorfall seien vor allem die Händler betroffen gewesen, die wegen der Blockade der Banken nicht oder nur mit Verzögerung an ihr Geld kommen.

„Die Störung ist inzwischen behoben“, heißt es bei Paypal

Paypal entschuldigte sich „für die Unannehmlichkeiten, die durch die aktuellen Ereignisse entstanden sind“. Wenn Probleme aufträten, würden Verbraucher sowie Händler durch den Käufer- und Verkäuferschutz von Paypal unterstützt. „Die Störung ist inzwischen behoben und wir arbeiten eng mit unseren Bankpartnern zusammen, um eventuelle Unstimmigkeiten auf den Konten der Kundinnen und Kunden zu klären.“

Ein Sprecher des Deutschen Sparkassenverbands DSGV sagte hingegen, es habe leider etwas Zeit benötigt, um mit Paypal ein gemeinsames Verständnis darüber zu erzielen, welche Abläufe zwingend erforderlich seien, um wirklich alle Fälle abarbeiten zu können. „Wir sind nach jetzigem Stand aber zuversichtlich, dass es in der Zusammenarbeit mit dem Zahlungsdienstleister möglich sein wird, bis Mitte kommender Woche alles erledigt zu haben.“

Der Chef der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), Thomas Groß, hatte am Donnerstag während der Telefonkonferenz zu den Halbjahreszahlen darauf hingewiesen, dass der Zahlungsverkehr seit Dienstag wieder normal laufe, „natürlich unter intensiver Beobachtung“. Wegen der Störungen müssten etliche Transaktionen nachbearbeitet werden. Das geschehe „weitestgehend automatisiert“, in Einzelfällen aber auch manuell.

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