MeinungBezahlen in Europa:Wer Paypal & Co. nutzt, macht Europa abhängig

Kommentar von Nils Heck

Lesezeit: 2 Min.

Die Paypal-App auf einem Handy: Niemand kann mehr sicher sein, ob die US-Regierung amerikanische Zahlungsdienste nicht eines Tages auf politischen Druck hin einstellt.
Die Paypal-App auf einem Handy: Niemand kann mehr sicher sein, ob die US-Regierung amerikanische Zahlungsdienste nicht eines Tages auf politischen Druck hin einstellt. (Foto: Thomas Trutschel/IMAGO/photothek)

Wenn Europa digital souverän werden will, auch im Zahlungsverkehr, müssen sich nur drei Gruppen zusammenreißen. Es kann ganz einfach sein.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Mehr als 60 Prozent aller Kartentransaktionen in der Euro-Zone liefen zuletzt über internationale Anbieter wie Mastercard und Visa. Das hat die EZB ausgerechnet und warnt vor einer zunehmenden Abhängigkeit Europas im Zahlungsverkehr. In 13 Ländern gibt es demnach keine nationale Kartenlösung, wie sie Deutschland immerhin mit der Girocard (früher EC-Karte) hat. Dafür dominiert hierzulande bei Online-Zahlungen ein anderer US-Konzern: Paypal. Mit einem Marktanteil von fast 30 Prozent ist er Deutschlands bisher beliebteste Online-Bezahlmethode, was zum gleichen Effekt wie bei Kreditkarten führt. Bei jeder Transaktion kassieren die amerikanischen Konzerne teils großzügige Gebühren, die Verbraucher in Deutschland und Europa bezahlen müssen.

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Von Nils Heck

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