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Papierindustrie:Weniger Papier, mehr Pappe

Die Corona-Pandemie verschärft den Strukturwandel in der Papierindustrie. Die heimischen Fabriken stellten im vergangenen Jahr 12,4 Millionen Tonnen Verpackungen her und damit 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte der Verband Deutscher Papierfabriken mit. Ein Grund für das Plus war die erhöhte Nachfrage nach Kartons für den Onlinehandel . Die Produktion grafischen Papiers, etwa für Zeitungen und Werbeprospekte, brach hingegen um 15,1 Prozent auf sechs Millionen Tonnen ein. Dieses Marktsegment verlor damit weiter an Boden, 2019 waren es minus 8,3 Prozent gewesen. Die Pandemie habe hier den Trend zur Digitalisierung beschleunigt, zudem hätten viele Unternehmen auf Werbemaßnahmen verzichtet. Die Produktion im Bereich Hygienepapiere stieg um zwei Prozent auf 1,5 Millionen Tonnen - unter anderem wegen der temporär höheren Nachfrage nach Toilettenpapier. Alles in allem sank die Produktion der Papierfabriken um 3,3 Prozent auf 21,4 Millionen Tonnen.

© SZ vom 02.03.2021 / dpa
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