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Pannen beim Börsengang:Nasdaq will Facebook-Investoren entschädigen

Die US-Technologiebörse reagiert auf den Zorn der Anleger: Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" will die Nasdaq für die Pannen beim Facebook-Börsengang eine Entschädigung zahlen. 13 Millionen Dollar sind dafür eingeplant - die Investoren machen allerdings viel höhere Verluste geltend.

Nach den technischen Pannen beim Facebook-Börsengang will die US-Technologiebörse Nasdaq laut einem Zeitungsbericht Finanzfirmen für ihre Verluste entschädigen. Sie sollen günstigere Handelsgebühren angeboten bekommen, berichtet das Wall Street Journal.

Es werde erwartet, dass die Nasdaq am Mittwoch in einer Erklärung gegenüber der Börsenaufsicht SEC Details bekanntgebe, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Informanten, die mit der Angelegenheit vertraut seien.

Dem Bericht zufolge zufolge verfügt die US-Technologiebörse über etwa 13 Millionen Dollar, um Investoren zu entschädigen. Allerdings machen diese Verluste in Höhe von rund hundert Millionen Dollar wegen der technischen Probleme geltend. Beim Börsengang von Facebook vor knapp drei Wochen konnten aus technischen Gründen 30 Minuten lang keine Kurse gestellt werden. Einige Broker und Banken erhielten keine Informationen über ihre Verkaufsaufträge und konnten daher nicht zum bestmöglichen Kurs handeln.

Die Facebook-Aktie fällt unterdessen weiter. Am Dienstag schloss sie nach einem Minus von 3,83 Prozent bei 25,87 Dollar. Im Vergleich zum Ausgabepreis Mitte Mai hat sie damit fast ein Drittel ihres Werts verloren.