bedeckt München
vgwortpixel

Palladium:Preis schnellt hoch

Palladium_200120

Das Edelmetall, das unter anderem in der Autoindustrie zum Einsatz kommt, kostet mit 2402 Dollar je Feinunze so viel wie nie zuvor.

Die Furcht vor Engpässen treibt den Palladium-Preis auf neue Höchststände. Das Edelmetall verteuerte sich im Verlauf der vergangenen Handelswoche in der Spitze um 13,4 Prozent und kostete mit 2402 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) so viel wie nie zuvor. Das Edelmetall wird unter anderem in der Automobilindustrie für Katalysatoren und Brennstoffzellen benötigt und stammt überwiegend aus Minen in Russland und Südafrika. Das Angebot sei knapp und die Liquidität am Markt nahezu ausgetrocknet, sagte Hans-Günter Ritter, Palladium-Experte beim Edelmetall-Handelshaus Heraeus. Es gebe kaum noch Verkäufer, was zu Marktverwerfungen führe. "Selbst kleine Mengen, die gehandelt werden, führen zu deutlichen Preisbewegungen", sagte er. Mit einer kurzfristigen Besserung sei nicht zu rechnen.

© SZ vom 20.01.2020 / SZ/Reuters
Zur SZ-Startseite