Smarte GenesungWarum Gesundheits-Apps nicht funktionieren

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Übergewicht und Adipositas sind der Grund für viele Beschwerden. Digitale Gesundheitsanwendungen sollen helfen, abzunehmen.
Übergewicht und Adipositas sind der Grund für viele Beschwerden. Digitale Gesundheitsanwendungen sollen helfen, abzunehmen. Antonio Ovejero/imago images/Westend61

Eine App, um abzunehmen oder der Psyche zu helfen, bezahlt von der gesetzlichen Krankenkasse. Digitale Gesundheitsanwendungen klingen gut, können die Erwartungen aber meist nicht erfüllen.

Von Elisabeth Dostert, München

Heide hat abgenommen, 22 Kilo. Sie ist eine der Erfolgsgeschichten, die die Firma Oviva auf ihrer Internetseite erzählt. Es sind auch zwei Fotos von Heide zu sehen. Vorher, nachher, so wie es die Akteure im Abnehmmarkt gerne machen. Eine Frau, vielleicht mittleren Alters, blonde Haare, Ganzkörperprofil, so kommt am besten rüber, wie viel Gewicht sie verloren hat. In welchem Zeitraum ist nicht vermerkt. Das Programm habe bisher all ihre Erwartungen und Träume übertroffen, wird Heide zitiert. Die Verbesserungen ihrer Gesundheit sei die Mühe absolut wert gewesen. „Es macht mir Spaß, die Oviva-App zu nutzen!“ Abnehmen ohne Kalorienzählen, versprechen die Macher der App und zeigen in ihren Werbefilmen vorzugsweise Menschen beim Essen. Sie lachen, essen, genießen.

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