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Osram-Chef Dehen über neue Strategie:"Stellenabbau notwendig"

Wolfgang Dehen, 60, ist seit 2011 Osram-Chef.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Die Lichtfirma Osram hat mit einem rasanten Wandel zu kämpfen. Jetzt braucht die Firma eine neue digitale Strategie. Konzernchef Wolfgang Dehen glaubt an LED, Infrarot - und an neue Sparrunden.

Die Osram Licht AG will nach dem harten Umbau nun eine neue Strategie für die nächsten fünf Jahre entwickeln. "Wir erarbeiten derzeit eine mittel- bis langfristige Konzernstrategie mit dem zeitlichen Horizont, wo Osram von heute an in fünf Jahren und darüber hinaus stehen soll", sagte Osram-Chef Wolfgang Dehen der Süddeutschen Zeitung (Mittwochs-Ausgabe).

Verkündet werden solle das Konzept mit dem Titel "Osram 2019" spätestens im kommenden Jahr. Ziel sei es dabei, neue Technologien und Anwendungsmöglichkeiten für Licht zu entwickeln. "Ich glaube an die technisch vielfältigen Möglichkeiten der LED. Osram ist weit mehr als Beleuchtung, Osram ist Licht, und dies über das rein sichtbare Spektrum hinaus", sagte Dehen.

Man könnte künftig beispielsweise auch in das Geschäft mit Infrarot-Systemen einsteigen. Außerdem würden neue regionale Schwerpunkte festgelegt, kündigte Dehen an. Schon jetzt hat das Unternehmen Asien im Visier, in China wurde vor kurzem eine neue LED-Fertigung in Wuxi eröffnet. Der Aufsichtsrat, geleitet vom ehemaligen Infineon-Chef Peter Bauer, sei in die Erarbeitung der Strategie eng eingebunden.

Neue Sparrunde zu erwarten

Der Osram-Vorstandsvorsitzende kündigte angesichts der schnellen Veränderungen der Märkte auch eine neue Sparrunde an. Osram müsse noch schneller und effizienter werden. "Es wird weitere Kapazitätsanpassungen im traditionellen Lichtgeschäft geben. Stellenabbau ist in solchen Fällen ein bedauerlicher, aber notwendiger Teil", stellt Dehen fest. Eine konkrete Zahl gebe es derzeit aber noch nicht. Auch Standorte würden weltweit "entsprechend der jeweiligen Marktentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit" überprüft.

Osram hatte vor kurzem seine Umsatzprognose nach unten revidiert. Das Unternehmen war im vergangenen Jahr von Siemens an die Börse gebracht worden und beschäftigt bei 5,3 Milliarden Euro Umsatz rund 35 000 Mitarbeiter.

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