Es ist kalt an diesem Vormittag in Bochum, über die Straße fegt der Wind. Bürogebäude sind entlang der Straße aufgereiht, hinter einem Zaun ist eine lange gelbe Halle zu sehen, ein Paketzentrum von DHL. Etwa 70 Hektar, also 100 Fußballfelder, umfasst dieses neue Gewerbegebiet. In den Büros und Hallen verdienen 6400 Menschen ihr Geld. Ralf Meyer steht an der zugigen Straße und zeigt auf eine Baustelle mit zwei Kränen. „Es sind noch keine zwei Drittel der Flächen bebaut“, sagt der Geschäftsführer der Vermarktungsgesellschaft für das Gelände. „Wenn alle Gebäude fertig sind, werden hier 13 000 Menschen arbeiten.“
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Autokonzerne und Zulieferer streichen gerade Jobs oder schließen Standorte ganz. Bochum hat damit Erfahrung: Das Opel-Werk dort ist seit 2014 Geschichte. Die Stadt hat sich davon aber gut erholt. Ein Lehrstück tief im Westen.
Von Björn Finke, Bochum

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