Opel:Der diskrete Charme der Bourgeoisie

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So sieht es aus im Rüsselsheimer Entwicklungszentrum. (Foto: Liebschner/dpa)

Bis zu 2000 Opelaner aus der Entwicklung sollen zu dem französischem Dienstleister Segula Technologies wechseln - die Arbeitnehmervertreter sind alarmiert und warnen vor den Folgen.

Von Leo Klimm, Paris

Die Avenue de Breteuil gehört zu den feinsten Adressen von Paris. Hier, in einem besonders bourgeoisen Gebäude, verbergen sich hinter einem schweren Tor die Büros von Segula Technologies. Von hier aus steuert Laurent Germain den aufstrebenden französischen Ingenieurdienstleister mit 11 000 Mitarbeitern. Und von hier aus will Germain, 46, ein groß gewachsener, freundlich zwinkernder Mann, bis zu 2 000 Jobs bei Opel in Deutschland retten - indem er einen Teil des Entwicklungszentrums im wenig bourgeoisen Rüsselsheim kauft. Die Opelaner sollen sein unbekanntes Unternehmen nämlich dem großen Ziel näherbringen, "bis 2023 der weltweit führende Dienstleister für automobile Lösungen zu werden". Nichts weniger als das. In der Avenue de Breteuil pflegt man Diskretion. Aber keine falsche Bescheidenheit.

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