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Online-Versandhändler:Zalando ist überzeugt, dass alles ordnungsgemäß abgelaufen ist

Ein Zalando-Sprecher erklärt hingegen, man sei "felsenfest überzeugt", die Bildung der SE ordnungsgemäß abgewickelt zu haben; alle seien informiert gewesen. Allerdings sei vieles in dem jungen Unternehmen noch im Aufbau. So auch die Mitarbeiterbeteiligung: "Für uns ist das ein Prozess, den wir zuvorderst im Gespräch mit unseren Arbeitnehmern gestalten wollen."

Zalando wurde vor erst fünf Jahren gegründet, unter anderem mit Geld der Samwer-Brüder, die derzeit die Internetbranche aufmischen. Seitdem ist das Unternehmen auf 7000 Mitarbeiter gewachsen, die von verschiedenen Standorten aus Kunden mit Klamotten beliefern. Viele der Mitarbeiter, das beklagt Verdi ebenfalls, seien in befristeten Beschäftigungsverhältnissen, was die Bildung von Betriebsräten beinahe unmöglich mache.

Auch da verteidigt sich Zalando: Bei dem rasantem Wachstum könne man hunderte neue Leute pro Monat nicht sofort unbefristet einstellen; sie müssten sich jeweils erst beweisen, würden dann aber regelmäßig übernommen.

So seien etwa am Lager Brieselang in Brandenburg mittlerweile nur noch knapp 500 der 1150 Mitarbeiter befristet beschäftigt. Dort gibt es übrigens einen Betriebsrat.

© SZ vom 28.08.2014/fie

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